100 Jahre Sappeure Delrath
Zehn Jahrzehnte oder ein Jahrhundert, ist eine verdammt lange Zeit, in der die Sappeure in Delrath vorangehen.
Getreu dem damaligen Motto „500 Mann und die Sappeure vöre dran“.
Seit den letzten 50 Jahren bestehen die Sappeure, erst aus 2, dann aus 3 heute aus 4 Zügen, die sich über das Jahr zwar
einzeln Treffen, aber immer als eine Einheit über die Straße gehen.
Die Sappeure I sind demnach die ältesten Mitglieder des Zuges und schreiben damit die längste Geschichte des
Jahrhunderts.
Leider mussten wir in diesem Jahr Abschied von Heinz Giesen im Alter von 90 nehmen. Somit ist mit Hans-Josef Kollenbroich (91) nur noch ein Mitglied der „Alt-Sappeure“ dabei, der das Jubiläum mitfeiern kann. Eben jener
„Jupp“ ist seit 1955 Mitglied der Sappeure und feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Jubiläum im BSV.
Die Sappeure 2 feiern in diesem Jahr zugleich auch noch ihr 50-jähriges Bestehen. Damit haben sie die Hälfte der
Zuggeschichte miterlebt und mitgeprägt. Hervorzuheben ist, dass von den sechs noch aktiven Zugmitgliedern, vier seit der
Gründung 1976 dabei sind. Da waren sie noch die „Jungsappeure“, diesen Titel konnten sie jedoch mit der
Aufnahme zweier weiterer Züge ablegen. Aus diesem Zug feiert Johannes Vossebrecher sein 50-jähriges Jubiläum im
BSV.
Mehr als ein Drittel der Geschichte prägen auch die Sappeure 3, die 1990 geschlossen als 9. Jägerzug in den Sappeur Zug eintraten. Somit waren die nächsten „Jungsappeure” geboren, die den Sappeur Zug erheblich vergrößerten. Seit diesem Zeitpunkt zählten die Sappeure mehr als 20 Kameraden.
Erfreulich ist auch, dass von den sechs aktuellen Zugmitgliedern noch fünf „Gründer“ dabei sind. Dies zeigt die
große Freundschaft innerhalb der Sappeure. Zudem feiert, aus diesem Zug, Jörg Temp sein 50-jähriges Jubiläum im BSV.
Zu guter Letzt gründete sich im Jahr 2008 der letzte Zug innerhalb der Sappeure. Die heutigen „Jungsappeure“ bzw.
Sappeure 4 stellen mit seinen acht Mitgliedern mittlerweile den größten Einzelanteil. Sukzessive ist der Zug über die
Jahrzehnte gewachsen. Der letzte Eintritt eines Zugmitgliedes
war im Jahre 2019. Dies zeigt die Kontinuität dieses Zuges, der es immer verstanden hat, Zuverlässigkeit mit Spaß und
Kameradschaft zu verbinden.
Somit stellen die Sappeure Delrath , im Jahr des einhundertjährigen Bestehens, noch 20 aktive Schützen .
Angesichts der langen Geschichte des Zuges ist es auch nicht verwunderlich, dass dieser dreimal den Schützenkönig stellen konnte. Zunächst gelang dies Hans Freyenberg 1967/68, dann folgte sein Zugkamerad Fritz Hilgers für das Jahr 1969/70 und schließlich Hubert Freyenberg, der aktuelle Sappeur Hauptmann, im Jahr 2004/05.
Wenn es eine Erklärung für die lange Geschichte des Sappeur Zuges gibt, dann ist das sicher auch die gemeinsame
Dorfgeschichte. Man kennt sich über die Nachbarschaft, den Kindergarten, die Schule, den Fußball im SSV Delrath, den
Karneval der IG Delrath und natürlich durch das Schützenfest.
In den Zügen sind Generationen von Vätern und Söhnen, Schwiegersöhnen, Geschwistern und Freunden aus der
Nachbarschaft aktiv. Aus Zugkameraden wurden Ehemänner, Familienväter und Großväter. Die Kinder und Enkelkinder, die Ehefrauen, ja die ganzen Familien haben und hatten ihre Freude auf der Kirmes, bei vielen gemeinsamen Festen und
Ausflügen, vor kurzen noch im Altmühltal, in der Vergangenheit, beim Ski- und Motorradfahren, auf Kreuzfahrten, oder einfach nur bei großartigen Gartenfesten, bei unserem Hauptmann.
Heinrich Freyenberg als Mitgründer 1926 und Zugführer, dann folgte Hermann Dappen, dann über 20 Jahre Werner
Eichelbaum als Zugführer und Hauptmann.
Ein Name prägte aber den Sappeur Zug wie kein anderer, „Freyenberg“ . Der Großvater war schon Gründer, aber vor
allem der Vater Hans ab 1971, über 20 Jahre Zugführer und Initiator der Aufnahme der nächste Generation 1976. Leider
starb Hans viel zu früh, aber sein Sohn Hubert Freyenberg, nun in der 3. Generation ließ sich nicht lange bitten und führt
als Zugführer und Hauptmann nun seit über 30 Jahren den Zug an. Für Zusammenhalt, Verlässlichkeit und Freundschaft
untereinander war der Name Freyenberg, immer Vorbild und ein unerlässlicher Antrieb. Ohne diesen Einsatz, wäre der
Sappeur Zug, in dieser Stärke und mit dieser Freude, sicher nicht 100 Jahre alt geworden.
Eine Besonderheit wird es im Sappeur Zug in diesem Jubiläumsjahr noch geben. Bisher gab es in den 3 Zügen
natürlich 3 Zugkönige, diesmal wird es nur einen geben. In einem spannenden Wettbewerb im Mai, konnte sich Michael
Jungbluth von den Sappeuren 2 durchsetzen. So freuen wir uns auf dieses besondere Schützenfest und sind überzeugt,
dass der Sappeur Zug noch viele Jahre Spaß haben wird.
Mit Fabian Temp als neuer Zugführer, hat die nächste Generation jetzt Verantwortung übernommen und die übernächste dann 5. Generation, die Enkelkinder und deren Freunde stehen schon parat und schauen ganz interessiert, was die Sappeure so treiben.
Verantwortlich für den Text, Fabian Temp und Johannes Vossebrecher
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